Tipps: Rettungswesten
Wissenswertes über Westen
Bereits seit dem Mittelalter sind Schwimmhilfen wie Korkgürtel, mit Kork oder Kapok gefüllte Jacken oder aufblasbare Schläuche aus Tierhäuten bekannt. Captain Ward, ein Inspekteur der britischen Seenotrettungsgesellschaft, entwarf im Jahre 1854 eine Feststoff-Rettungsweste aus Kork, die als erste funktionstüchtige Rettungsweste im größeren Umfang über die Landesgrenzen Großbritannien hinaus eingesetzt wurde.
Rettungswesten drehen ihre über Bord gegangenen Träger selbstständig in die Rückenlage und halten den Kopf über Wasser, damit die Atemwege frei bleiben. Selbst bei Personen, die bewusstlos sind, gilt diese Eigenschaft, daher werden diese Westen auch als ohnmachtssicher bezeichnet.
Rettungswesten werden in drei Typenklassen eingeteilt:
Typ 100 Newton: Mindestauftrieb von 100 Newton
eingeschränkt ohnmachtssicher je nach Kleidung
Einsatzgebiet: Geschützte Gewässer, Binnenrevier- Typ 150 Newton: Mindestauftrieb von 150 Newton
ohnmachtssicher, zumeist vollautomatische Rettungswesten
Einsatzgebiet: Hochsee mit wetterfestem Ölzeug - Typ 275 Newton: Mindestauftrieb von 275 Newton
ohnmachtssicher in den meisten Fällen auch mit schwerer, wetterfester Kleidung
Einsatzgebiet: Hochsee und extreme Bedingungen, schwere Schutzbekleidung
Eine Schwimmhilfe hingegen ist ein unterstützendes Hilfsmittel, um den Kraftaufwand beim Schwimmen zu reduzieren, sofern die Person bei Bewusstsein ist.
- Schwimmhilfe Typ 50 Newton: Mindestauftrieb von 50 Newton
nicht ohnmachtssicher, nicht geeignet für Kinder unter 30 kg
Vor dem Kauf
Legen Sie beim Kauf der Weste Wert auf einen guten Sitz, Sie sollte nirgends drücken oder unangenehm scheuern. Packen Sie die Westen aus und lesen Sie die Bedienungsanleitung aufmerksam und in aller Ruhe. Legen Sie die Weste an und stellen Sie die Gurte auf Ihre Größe ein. Westen in Übergrößen können wir Ihnen selbstverständlich passend bestellen, sprechen Sie uns gerne an! Öffnen Sie ruhig einmal die Schutzhülle der Weste seitlich und schauen Sie sich den Automaten und das Innenleben Ihrer Weste an. Achtung: Westen, die über Jahre hinweg in ungeöffneten Originalverpackungen liegen, können Schimmel ansetzen und im Notfall unbrauchbar sein! Als vorausschauender Schiffsführer sollten Sie immer ein Reserve-Ersatzteilset für Ihre Westen an Bord mitzuführen, denn sicher ist sicher.
Der Auslöseautomat
Er ist verantwortlich für das Aufblasen der Schwimmblase und das „Herzstück“ der Rettungsweste. Im Wesentlichen überprüfen Sie bitte, ob die eingeschraubte CO2-Patrone noch gefüllt ist, und ob sie richtig eingeschraubt ist (fester Sitz!). Es ist ratsam, einmal jährlich die Auslösetablette auszutauschen. Diese Tablette ist im Auslöseautomat eingesetzt und „zündet“ bei Wasserkontakt den Automaten. Über einen längeren Zeitraum nehmen diese jedoch Tabletten Feuchtigkeit auf und verursachen leicht Fehlauslösungen.
Das Gurt- und Verschlusssystem
Prüfen Sie den Gurt und alle Nähte am Verschlusssystem auf Schäden.
Ist etwas
- aufgeplatzt
- gerissen
- anderweitig schadhaft
muss auch hier ausgetauscht werden, damit Ihre optimale Sicherheit zu 100% gewährleistet ist.
Für Kinder unter 3 Jahren, die noch nicht schwimmen können, empfehlen wir keine automatischen Rettungswesten. Für Ihre Gäste und Mitfahrer an Bord ist es nicht nur verantwortungsbewusst, sondern ratsam, ebenfalls eine gute Sicherheitsausrüstung zur Verfügung zu stellen. Letztlich haftet der Skipper für etwaige Mängel und Versäumnisse, sollte es zu einem Unglücksfall kommen.
Alle von uns vertriebenen Westen erfüllen selbstverständlich kompromisslos höchste Sicherheitsstandards und werden ausschließlich von international renommierten Herstellern produziert.
Sie werden daher bei uns keine minderwertig produzierten Artikel finden – Hand drauf!
Wichtige Westen-Wartung
Spätestens zwei Jahre nach dem Kaufdatum müssen automatische Rettungswesten professionell gewartet werden. Die TÜV-Plakette gibt Aufschluss über den nächsten Wartungstermin. Westen, bei denen Sie eine Beschädigung aufgrund stärkerer Belastung vermuten, sollten vorsichtshalber in kürzeren Intervallen zur Wartungsstation gegeben werden. Was oft vergessen wird: Westen sind selbst dann Beanspruchungen ausgesetzt, wenn sie „nur“ getragen und nicht ausgelöst werden. UV-Belastung durch die Sonne, Salz- bzw. Regenwasser, Stöße und anderes machen ihnen zu schaffen.
Für die umfassende Wartung Ihrer Rettungsweste beauftragen Sie am besten einen kundigen Betrieb, der eine offizielle Wartungsgenehmigung Ihres Westenherstellers vorweisen kann. Nur Betriebe, die diese Wartungsgenehmigung haben, werden regelmäßig geschult und sind über alle Neuerungen in der Westenwartung auf dem Laufenden.
SVB bietet Ihnen einen fachgerechten Wartungsservice für aufblasbare Rettungswesten.
Eine Standardwartung in unserem Hause kostet 34,90 Euro
(Wartung einer SECUMATIC 4001S-Auslöseeinheit – 39,90 Euro).
Bitte bedenken Sie, dass auch mit regelmäßiger Wartung, die Rettungswesten vor jeder Fahrt auf Ihren funktionstüchtigen Zustand zu prüfen. Sichten Sie dabei die Außenhülle, Gurte, Schnürschnallen, CO2-Patrone und den Auslösemechanismus (die grüne Anzeige!).
SVB hat die Wartungs-Zulassung folgender Hersteller:


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Comment from SVB
Time 31. Mai 2010 at 10:03
Hallo!
Danke für Ihr Interesse am SVB-Wartungsservice.
Im SVB-Logbuch können wir bedauerlicherweise keine individuellen Angebote erörtern, daher bitten wir alle Interessenten, sich direkt mit unserem Kundenservice in Verbindung zu setzen.
Bei Fragen steht Ihnen unser Team unter info@svb.de oder telefonisch unter 0421-572900 gerne zur Verfügung.
Danke vielmals für Ihr Verständnis! Das SVB-Team